Ja, wo schwimmen sie denn?

Badeentchen über Bord: Vor 20 Jahren stürzte im Nordpazifik ein Container mit 28.800 Plastikspielzeugen in den Pazifik. Seitdem treibt diese Schwimmtierflotte über die Weltmeere, liefert Forschern wertvolle Daten – und fährt Karussell im größten Müllstrudel der Welt.

Der Sturm tobte über dem Nordpazifik, irgendwo zwischen Japan und den USA, doch die Passagiere des Frachters „Tokio Express“ ergaben sich stumm und klaglos ihrem Schicksal. Hunderte Kilometer von der rettenden Küste entfernt, bei 44 Grad nördlicher Breite und 178 Grad östlicher Länge, stürzte einer nach dem anderen mit leisem Platschen in die tosende See. Hunderte. Tausende. Insgesamt 28.800.

Nach der Havarie am 10. Januar 1992 trieben die Verunglückten in der unendlichen Weite des Pazifiks, hilflos den Urgewalten der Natur ausgeliefert. Dabei waren sie eigentlich einmal dafür bestimmt, in den ruhigen und lauwarmen Gewässern amerikanischer Badewannen zu dümpeln. Denn die 28.800 verunglückten Passagiere waren allesamt Kinderspielzeuge.

Quietschgelbe Entchen. Rote Mini-Biber. Grüne Frösche. Blaue Schildkröten. Ihr eigentliches Ziel, den Hafen von Tacoma im US-Bundesstaat Washington, hat keines der Plastiktierchen aus China je erreicht. Stattdessen schwimmen Tausende von ihnen immer noch unermüdlich über die Weltmeere, nach Tausenden Kilometern ausgebleicht vom Salzwasser, ausgetrocknet von der tropischen Sonne und zerkratzt von den Angriffen der Seevögel, die sie mitunter mit schmackhaften Fischen verwechseln.

Der ganze Artikel im Spiegel HIER!

 

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