Die Auswirkungen des Tourismus auf die deutschen Küsten

Tourismus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Auswirkungen des Tourismus auf die deutschen Küsten (von Mathias Kuschinski)

Umwelt, Nachhaltigkeit und Tourismus – Und was jeder von uns dagegen tun kann

Nach Schätzungen des Umweltbundesamtes gelangen jährlich rund 6,4 Millionen Tonnen Müll, insbesondere Plastik, in unsere Meere weltweit.

Unter den Belastungen leiden nicht nur die Ostsee und Nordsee, sondern Urlaubsregionen weltweit. Nach Angaben des WWF plagen schwere Umweltbelastungen, verbaute Küsten und illegale Müllentsorgung die neutrale Klimabilanz.
Nicht umsonst lassen sich jährlich rund zwei Kilogramm Müll auf 100 Meter deutschen Küstenabschnitts rechnen. Diese Angabe entspricht rund 712 Müllteilen. Sechzig Prozent davon sind allein dem Tourismus zu verschulden.

Kaum vorstellbar, dass sich neben einem Anteil von 75 Prozent an Plastik auch knapp 10 Prozent Holzteile, Glas, Papier und Metall befinden.
Durch den umherliegenden und am Meeresboden abgesetzten Müll werden Schadstoffe und gefährliche Chemikalien freigesetzt. Diese reichern sich dem Nahrungsnetz an und verursachen, dass sich Algen und andere nicht-einheimische Arten ansiedeln.
Die an den Küsten lebenden Tiere nehmen Teile mit der Nahrung zu sich und verenden qualvoll, weil sie beispielsweise Alufolie mit kleinen Fischen verwechseln. Netzreste sind nicht selten das Todesurteil für Vögel, die sich darin verfangen. Schweinswale und Robben sind besonders gefährdet, aufgrund des vielen an den Strand gespülten Plastikmülls.
Nicht nur dass alte Sonnenmilchtuben, Plastikfolie und Flaschen mit den Stürmen direkt an den Strand gespült werden, sondern sie verschmutzen diesen und gefährden Lebewesen und die Ökobilanz.

Bereits mit der Anreise beginnt der Kreislauf der Dinge. Schnell und unkompliziert soll es in den Urlaub gehen. Dementsprechend bewegen sich jedes Jahr lange Autokolonnen in Richtung der deutschen Küsten. Am Urlaubsort angekommen, nehmen die zusätzlichen Belastungen für die Umwelt stetig zu. So zeigen Energiekosten, Wasserverbrauch und Abfälle immense Auswirkungen. Im Verhältnis zu Einheimischen wird zum Beispiel vom Tourist rund doppelt so viel Wasser verbraucht.

Unser Beitrag zum Schutz der Umwelt

Doch Reiseveranstalter wissen um die Probleme und bieten vermehrt Reisen unter dem Gesichtspunkten von Nachhaltigkeit und Ökologie an. Umweltbewusster Tourismus ist  zwar noch nicht endgültig in die Köpfe der Menschen übergegangen, wird aber immer intensiver kommuniziert.

Ein Bewusstsein an Nachhaltigkeit und ein aufgeklärter Umgang mit der Umwelt können förderlich sein. Erneuerbare Energien, Off Shore Windräder, die Verwendung von Naturkosmetik und wassersparende Duschköpfe etc. sind nur einige Aspekte, die positive Effekte nach sich ziehen und das langanhaltend.

Fishing for Litter and Sustainability

Ein bewusster Umgang mit Mülltrennung und -entsorgung sind zum Schutz unserer Natur grundlegend. Überreste von Strandbesuchen lassen sich schnell in dafür vorgesehene Müllbehälter entsorgen. Zudem sollten so wenig Verpackungsmaterialien wie nötig verwendet werden. Setzen Sie auf wiederverwendbare Materialien.

Seit einen Jahr gibt es eine Initiative „Fishing For Litter“, das sog. Müllfischen, welches vom Umweltverband ins Leben gerufen wurde. Die Insel Fehmarn startete mit dem Projekt und nun sind auch die Sassnitzer Fischer effektiv am Müllsammeln. Abfälle und Metalle, welche in den Netzen der Schiffe hängen bleiben, werden von den Fischern auf dem Wasser gesammelt und entsorgt. Mittlerweile stehen auch kostenlose Entsorgungsgelegenheiten in den Häfen bereit.
Zusätzlich werden an fast allen Küstenabschnitten Maschinen losgeschickt, die den Strand von Müll und Algen bereinigen.

Flora und Fauna müssen geschützt werden, und das funktioniert nur, wenn alle an einem Strang ziehen. Unsere Verantwortung für die Umwelt beginnt bereits mit der Anreise.
Co2 Ausstoß als auch die daraus resultierende Erderwärmung können mit Hilfe klimafreundlicher Anreisemöglichkeiten (Bahn, öffentliche Verkehrsmittel) bewusst reduziert werden.
So können CO2-Emmisionen um mehr als 100 Prozent verringert werden, wenn man statt 2 Wochen Mallorca Urlaub (1.221 kg CO2-Emissionen) einen Urlaub von zwei Wochen an der Ostseeküste (258 kg CO2-Emissionen) verbringt.
Verschiedene Öko-Siegel repräsentieren zudem die Umweltverträglichkeit der gebuchten Unterkunft. Unter anderem Viabono und Ecocamping zeichnen Biohotel, Öko-Ferienhäuser und -Campingplätze aus.

Nachhaltigkeit im Tourismus heißt aber auch regionale Produkte aus biologischem Anbau und ökologische Baumaterialien zu verwenden. Und bei der Energieversorgung auf erneuerbare Energien zurückzugreifen.

Natürlich muss sich nicht nur bei Urlaubern, sondern auch bei Einheimischen das Interesse für umweltbewusstes Handeln geweckt und langfristig gefestigt werden.

Mehr zu diesem Thema unter http://www.ostsee24.de/ostsee-urlaub/umwelt/oekologisches-reisen und http://www.nordsee24.de/nordsee-urlaub/umwelt/oekologisches-reisen
Quelle: http://www.ostsee24.de – Das Urlaubsportal für die Ostsee

(VIELEN DANK AN MATHIAS KUSCHINSKI FÜR DIE BEREITSSTELLUNG UND AUFARBEITUNG DIESER INFORMATIONEN!)

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